Spezialisierte KI oder allgemeine LLM Tools: Was ist für Sie als Anwalt:in mehr angepasst?
Sie kann einen Roman zusammenfassen, Ihren Urlaub planen... oder einen Vertrag analysieren? Die allgemeine KI verspricht, alles zu können. Aber ist sie angesichts der Anforderungen des Rechts wirklich die richtige Wahl?
Sie kann einen Roman zusammenfassen, Ihren Urlaub planen... oder einen Vertrag analysieren? Die allgemeine KI verspricht, alles zu können. Aber ist sie angesichts der Anforderungen des Rechts wirklich die richtige Wahl? Schauen wir uns das genauer an...
In diesem Artikel werden beide Ansätze verglichen: Genauigkeit, Zuverlässigkeit, Kosten, Sicherheit ... Damit Sie eine fundierte Entscheidung treffen können.
Was ist eine KI für Anwält:innen?
Bevor wir zum Vergleich kommen, muss man zunächst verstehen, was eine spezialisierte KI von einer allgemeinen KI unterscheidet.
Spezialisierte KI: maßgeschneidert für das Recht Eine auf das Recht spezialisierte KI wird beispielsweise ausschließlich mit juristischen Inhalten trainiert: Gesetzestexte, Rechtsprechung, Verträge, Kommentare ... Sie ist darauf ausgelegt, die Feinheiten der Sprache zu verstehen, sich an die Werkzeuge und den Wortschatz eines Anwalts oder Juristen anzupassen und zuverlässige, quellengestützte, kontextbezogene Antworten zu liefern, wie beispielsweise die juristische KI von Doctrine.
Allgemeine KI: Kann alles, ist aber keine Expertin Eine allgemeine KI wie GPT-4, Claude oder Gemini hingegen ist darauf ausgelegt, ein sehr breites Spektrum an Themen abzudecken. Sie kann Ihnen dabei helfen, eine E-Mail zu verfassen, eine Reise zu planen, einen Text zusammenzufassen ... oder sogar juristische Fragen zu beantworten. Da sie jedoch nicht speziell für Rechtsfragen trainiert ist, können ihre Antworten ungenau, oder ohne Kontext sein.
Welche KI liefert die genauesten Antworten?
Wenn man KI in einem rechtlichen Kontext einsetzt, zählt vor allem eines: die Zuverlässigkeit der Antwort. Ein falsch zitierter Artikel, eine erfundene Rechtsprechung, ein Widerspruch ... und schon bricht die gesamte Rechtsstrategie zusammen.
Allerdings werden nicht alle KI-Systeme mit denselben Anforderungen entwickelt. Und vor allem: Sie denken nicht, sondern schätzen lediglich die wahrscheinlichste Folge eines bestimmten Textes ein.
Spezialisierte KI: Der Vorteil der Genauigkeit
Dadurch ist jede Antwort kontextualisiert, mit Quellenangaben versehen und nachprüfbar: ein Gesetzestext, ein Urteil des Berufunggerichtshofs, ein Kommentar aus der Rechtslehre. Sie wissen, woher die Informationen stammen. Und vor allem können Sie sie überprüfen.
Allgemeine KI: das Risiko der Halluzinationen
Allgemeine KIs wie GPT-4, Claude oder Gemini sind darauf ausgelegt, anhand eines Eingabetextes die wahrscheinlichste Fortsetzung vorherzusagen, was als „Autocomplete“ bezeichnet wird.
Sie wurden anhand sehr umfangreicher Korpora aus dem Internet vortrainiert, jedoch nie anhand zuverlässiger juristischer Grundlagen. Vor allem unterscheiden sie nicht zwischen einem Urteil des Kassationsgerichthofs und einem Blogartikel. Sie haben keine Vorstellung davon, was eine Quelle mit hohem juristischem Wert ist und was nicht. Für sie zählt nicht die Wahrhaftigkeit, sondern die statistische Plausibilität.
Sie können daher sehr überzeugende, gut formulierte, aber dennoch völlig unrichtige Antworten generieren. Wir sprechen hier von juristischen Halluzinationen: erfundene Gesetzesartikel, nicht existierende Urteile, Verwechslungen grundlegender Prinzipien. Mehrere Fälle haben übrigens für Schlagzeilen gesorgt, wie beispielsweise der Fall eines amerikanischen Anwalts, der vor einem Richter sechs fiktive, von ChatGPT generierte Rechtsprechungen zitierte.
Welche KI passt sich am besten an die Bedürfnisse von Anwält:innen an?
Eine KI, so leistungsfähig sie auch sein mag, nützt nichts, wenn sie sich nicht an Ihre konkreten Anwendungsfälle anpassen lässt. Und in diesem Punkt gibt es einen deutlichen Unterschied zwischen spezialisierter und allgemeiner KI.
Eine juristische KI, die für Juristen entwickelt wurde
Die juristische KI beschränkt sich nicht darauf, juristische Inhalte zu analysieren. Sie wurde für konkrete Anwendungsfälle trainiert und orientiert sich an der tatsächlichen Praxis von Juristen.
Prüfung von Dokumenten, Bearbeitung von Rechtsstreitigkeiten, Verfassen von Argumentationen, Strukturierung von Rechtsprechungstabellen... Sie macht nicht „ein bisschen von allem”. Sie beherrscht das, was sie tut, weil sie speziell dafür entwickelt wurde.
👉 Es handelt sich um eine KI, die weiß, wie eine gute Prüfung aussehen muss: eine strukturierte Tabelle, prägnante Antworten, klare Verweise auf die Quelldokumente.
👉 Es handelt sich um eine KI, die die wichtigsten Schritte eines Rechtsstreits kennt: Umbenennung, chronologische Sortierung, Zusammenfassung der Fakten, Kategorisierung.
👉 Es handelt sich um eine KI, die sich in Ihre Tools (Word, Drive...) integrieren lässt und Ihre Arbeitsmethoden übernimmt.
Maßgeschneidert für die Antwaltschaft.

Allgemeine KI: eine Logik der Anpassung
Im Gegensatz dazu ist eine allgemeine KI nicht für rechtliche Fragen ausgelegt. Sie kann Ihnen dabei helfen, einen Text zusammenzufassen, zu übersetzen, umzuformulieren oder einen Inhaltsentwurf zu erstellen. Um jedoch etwas Verwertbares daraus zu machen, muss man oft sehr präzise Anweisungen formulieren können, die sogenannten „Prompts”.
Allerdings ist nicht jeder ein Experte im Formulieren von Anfragen. Und selbst mit guten Prompts sind die Ergebnisse selten direkt nutzbar. Eine allgemeine KI kann Ihnen also Zeit sparen, aber selten an Zuverlässigkeit gewinnen.
Welche KI garantiert die Vertraulichkeit Ihrer Daten?
Bei der Arbeit mit sensiblen Daten wie Verträgen, Rechtsstreitigkeiten oder Rechtsstrategien ist Vertraulichkeit ein Muss. Der geringste Zweifel hinsichtlich der Verwendung oder Speicherung der Daten reicht aus, um ein Tool zu verwerfen. Und nicht alle KI-Systeme bieten die gleichen Garantien.
Spezialisierte KI: integrierte Sicherheit
Spezialisierte juristische KI-Systeme sind in der Regel so konzipiert, dass sie den höchsten Sicherheits- und Compliance-Standards entsprechen. Datenhosting in Europa, End-to-End-Verschlüsselung, strikte Einhaltung der DSGVO...
Sie verpflichten sich außerdem ausdrücklich, Kundendaten nicht für Trainingszwecke wiederzuverwenden. Mit anderen Worten: Was Sie der KI anvertrauen, bleibt streng in Ihrer Arbeitsumgebung. Keine Weitergabe, keine Lecks.
Allgemeine KI: Vorsicht!
Allgemeine KI für die breite Öffentlichkeit, die häufig von amerikanischen Akteuren entwickelt wird, wirft mehr Fragen hinsichtlich Souveränität und Sicherheit auf. Die Nutzungsbedingungen variieren, die Vertraulichkeitsverpflichtungen sind manchmal unklar, und bestimmte kostenlose oder nicht dedizierte Versionen können Ihre Eingaben oder Dokumente zur Verbesserung des Modells wiederverwenden.
In einem rechtlichen Kontext ist dies ein großes Risiko. Auch wenn einige allgemeine KI-Systeme sicherere „Pro”-Versionen anbieten, ist es dennoch unerlässlich, die Nutzungsbedingungen sehr genau zu prüfen, bevor Sie Kundendaten übermitteln.
Welche KI bietet das beste Preis-Leistungs-Verhältnis?
Nicht alle KI-Lösungen haben denselben Preis oder dieselbe Wirkung. Während allgemeine Lösungen durch ihre sofortige Verfügbarkeit überzeugen, zeigen spezialisierte Tools ihren Wert erst auf lange Sicht. Die richtige Wahl hängt also weniger vom angegebenen Preis ab, sondern vielmehr vom tatsächlichen Return on Investment.
Spezialisierte KI: eine langfristig rentable Investition
Spezialisierte juristische KI ist zwar mit höheren Investitionen verbunden, bietet jedoch einen konkreten Return on Investment:
- Messbare Produktivitätssteigerung bei der Recherche, dem Verfassen und der Analyse von Dokumenten.
- Verringerung des Fehlerrisikos (und damit des Zeitverlusts).
- Und sogar ein Wettbewerbsvorteil gegenüber Ihren Kunden, die den Wert einer schnelleren, gründlicheren und besser dokumentierten Beratung erkennen.
Es handelt sich um eine langfristige Investition: Sie investieren in ein Tool, das speziell für Ihren Beruf entwickelt wurde, Sie bei Ihren täglichen Aufgaben unterstützt und dessen Wert die Anschaffungskosten bei weitem übersteigt.
Allgemeine KI: kurzfristig attraktiv
Allgemeine KI-Anwendungen sind oft kostenlos oder zu sehr erschwinglichen Preisen erhältlich. Man muss lediglich ein Konto erstellen, eine Frage stellen und erhält innerhalb weniger Sekunden eine Antwort. Es sind weder komplexe Installationen noch spezielle Schulungen erforderlich.
Diese einfache Einstiegsmöglichkeit macht sie zu einem guten Ausgangspunkt, um mit KI zu experimentieren, einfache Anwendungsfälle zu testen oder bestimmte punktuelle Anforderungen (Umformulierung, Zusammenfassung, Übersetzung...) zu erfüllen.
Auf der Ebene einer Kanzlei oder einer Rechtsabteilung stößt dieser Ansatz jedoch schnell an seine Grenzen: ungewisse Produktivität, fragwürdige Zuverlässigkeit und vor allem Zeitaufwand für die Überprüfung oder Überarbeitung der Ergebnisse.
Es ist ein bisschen so, als würde man einen motivierten Praktikanten mit einem erfahrenen Juristen vergleichen: Beide kosten nicht dasselbe, aber man verlangt nicht dasselbe von ihnen.
Welche KI eignet sich am besten für Ihre konkreten Anwendungsfälle?
Abgesehen von der Theorie ist die eigentliche Frage ganz einfach: Wer erledigt die Arbeit und in welchen Situationen?
Hier finden Sie eine Vergleichstabelle der häufigsten Anwendungsfälle in einer Kanzlei oder Rechtsabteilung. Es überrascht nicht, dass spezialisierte KI dort glänzt, wo juristische Präzision entscheidend ist, während allgemeine KI bei leichteren oder übergreifenden Aufgaben helfen kann.
Tabelle inkluieren
Kurz gesagt: Für alles, was das reine Recht betrifft, ist ein speziell auf diesen Bereich zugeschnittenes Tool besser geeignet. Für eher nebensächliche Aufgaben oder Inhalte von geringer Bedeutung kann eine allgemeine KI durchaus ausreichen.
| Anwendungsfall | Juristische KI | Allgemeine LLMs |
|---|---|---|
| Relevante Entscheidung suchen | ✅ | ⚠️ |
| Vertragsklausel analysieren | ✅ | ⚠️ |
| Ersten Entwurf einer Nachricht verfassen | ⚠️ | ✅ |
| Streitfall bearbeiten | ✅ | ⚠️ |
| Sachverhalt erfassen | ✅ | ✅ |
| Dokumentenaudit | ✅ | ⚠️ |
| Quellen in einem Dokument identifizieren | ✅ | ⚠️ |
Warum sollten Sie sich für Doctrine als juristische KI entscheiden?
Angesichts des Booms der KI in der Rechtswelt taucht häufig eine Frage auf: Was unterscheidet Doctrine wirklich von anderen KIs?
Die Antwort lässt sich in zwei Worten zusammenfassen: juristische Spezialisierung.
Eine KI, die von Grund auf für das Recht konzipiert wurde
Im Gegensatz zu allgemeinen Modellen basiert Doctrine auf einer KI, die ausschließlich mit strukturierten Rechtsdaten trainiert wurde, für Juristen entwickelt wurde und darauf ausgelegt ist, die Feinheiten des Rechts zu verstehen. Keine Kochrezepte, keine zufälligen Gedichte, keine Annäherungen.
Diese Genauigkeit basiert auf dem Legal Graph: einer intelligenten Kartografie des Rechts, die von Doctrine entwickelt wurde und Texte (Gesetze, Entscheidungen, Kommentare usw.) durch mehr als 200 Millionen intelligente Verknüpfungen miteinander verbindet.
Präzision, die den beruflichen Anforderungen entspricht
Doctrine liefert zuverlässige und überprüfbare Antworten: Jeder Vorschlag wird mit der genauen Quelle versehen, egal ob es sich um einen Gesetzesartikel oder eine Gerichtsentscheidung handelt. Sie wissen immer, woher die Informationen stammen.
Sie behalten die Kontrolle, verstehen die Mechanismen und können die Informationen mit gutem Gewissen und in voller Kenntnis der Sachlage nutzen.
Sicherheit, die den Anforderungen der Rechtswelt entspricht
Die Entscheidung für eine juristische KI ist auch eine Entscheidung für einen vertrauenswürdigen Rahmen. Bei Doctrine sind Sicherheit, Vertraulichkeit und Compliance keine Nebensächlichkeiten, sondern bilden das Fundament unserer juristischen KI.
Wir sind nach ISO 27001 zertifiziert, der international strengsten Norm für Informationssicherheit. Unsere Daten werden in Europa auf AWS-Servern in Frankfurt gehostet, die zu den sichersten der Welt gehören. Außerdem wurden wir zusammen mit drei weiteren Akteuren von der französischen Datenschutzbehörde CNIL im Rahmen ihres verstärkten Begleitprogramms ausgewählt, um eine kontinuierliche Einhaltung der DSGVO zu gewährleisten, auch im Bereich der generativen KI.
Wir verwenden keine Daten zum Training unserer Modelle. Was Sie in Ihren Doctrine-Bereich hochladen, bleibt vertraulich und in Ihrem Bereich. Mehr zur Datenschutzerklärung erfahren Sie hier.
Konkrete Auswirkungen auf die Produktivität
Doctrine entlastet nicht nur Juristen. Es spart Ihnen auch wertvolle Zeit bei Aufgaben, die für Sie keinen Mehrwert haben.
Suche nach Quellen in einem Dokument, Zusammenfassung einer Entscheidung oder einer Unternehmenshandlung, Identifizierung relevanter Artikel, schnelle und fundierte Beantwortung einer Frage... Doctrine übernimmt all diese sich wiederholenden oder zeitraubenden Aufgaben, damit Sie sich auf Ihr Kerngeschäft konzentrieren können: die Strategie.
Dank Funktionen wie Document Analyzer, Flow, Tableau, Chatbot oder der direkten Integration von Doctrine in Microsoft Word beschleunigen Sie jeden Schritt der Bearbeitung eines Falles.
„Doctrine ist in unserer Kanzlei schnell unersetzlich geworden, um unsere Überlegungen zu bereichern und an Geschwindigkeit und Präzision zu gewinnen.“ Vincent Corneloup, Rechtsanwalt und Publizist.
Zusammenfassung
Die allgemeine KI beeindruckt durch ihre Vielseitigkeit, ihre Flexibilität und ihre Fähigkeit, Inhalte in wenigen Sekunden zu generieren. Aber sobald es um Recht geht, stößt sie schnell an ihre Grenzen: Ungenauigkeiten, Fehler, mangelnde Sorgfalt... all das sind Risiken, die sich Fachleute nicht leisten können.
Im Gegensatz dazu wurde die spezialisierte Rechts-KI wie Doctrine entwickelt, um Ihre Herausforderungen, Ihre Sprache und Ihre Anforderungen zu verstehen. Sie gibt ihre Quellen an, lässt sich in Ihre Tools integrieren und respektiert die Vertraulichkeit Ihrer Akten. Kurz gesagt: Sie spricht Ihre Sprache.
👉 Für den professionellen Einsatz macht diese integrierte Fachkompetenz den Unterschied. Die spezialisierte KI erweist sich als zuverlässiger, präziser und sicherer Verbündeter.
👉 Für eher explorative, kreative oder punktuelle Anwendungen kann die allgemeine KI eine Ergänzung sein. Vorausgesetzt, man weiß, was man von ihr verlangt, und überprüft immer, was sie einem liefert.